Die Ewigkeit durch die Gestirnevon Auguste Blanqui

Bild in Druckqualität bald verfügbar


Aus dem Französischen von Daniel Zumbühl
15 x 23 cm | Broschur
140 Seiten | € 16,00
ISBN 978-3-903022-51-5
Neuerscheinung - Dezember 2017
Auguste Blanqui

Die Ewigkeit durch die Gestirne

Mit einem Vorwort von Jacques Rancière



Mehrfach haben sich unsere Gespräche um die Vorarbeiten zu dem «Baudelaire» bewegt. Mir ist in den letzten Wochen ein seltener Fundzugefallen, der die Arbeit entscheidend beeinflussen wird: ich bin auf die Schrift gestoßen, die Blanqui in seinem letzten Gefängnis, dem Fortdu Taureau als seine letzte geschrieben hat. Es ist eine kosmologische Spekulation. Sie heißt L’eternite par les astres und ist, soviel ich sehe, bis heute so gut wie unbeachtet geblieben. Die Weltansicht, die Blanqui in ihr entwirft, indem er der mechanistischen Naturwissenschaft seine Daten entnimmt, ist in der Tat eine infernalische – ist zugleichin der Gestalt einer naturalen das Komplement der gesellschaftlichen Ordnung, die Blanqui an seinem Lebensabend als Sieger über sich erkennen mußte.
Das Erschütternde ist, daß diesem Entwurf jede Ironie fehlt. Er stellt eine vorbehaltlose Unterwerfung dar, zugleich aber die furchtbarste Anklage gegen eine Gesellschaft, die dieses Bild des Kosmos als ihreProjektion an den Himmel wirft. Das Stück hat in seinem Thema: der ewigen Wiederkunft, zu Nietzsche die merkwürdigste Beziehung; eine verborgenere und tiefere zu Baudelaire, an den es an einigen großartigen Stellen fast wörtlich anklingt.

Walter Benjamin an Max Horkheimer, 6. Jänner 1938